Glossar
Num
| 1,5 Sigma-Shift | Die Verschiebung des
Mittelwertes
für die Ergebnisse eines Prozesses, mit der nach einer Untersuchung von Motorola langfristig zu rechnen ist |
A
| ANOVA | Akronym für: ANalyze Of VAriances (Varianzanalyse) |
| AQL | Akronym für: Acceptable Quality Level / Annehmbare Qualitäts-Lage (Annahmestichprobenprüfung DIN ISO 2859) |
B
C
| C&E-Matrix | Akronym für: Cause & Effekt-Matrix / Ursache- und Wirkungsmatrix, dies ist eine Erweiterung des Ursache- und Wirkungsdiagramms (Fischgräten oder Ishikawa Diagramm). Mit Hilfe der Matrix werden die potenziellen Ursachen eines Problems priorisiert. |
| Champion | Champion (auch Projekt-Sponsor, Auftraggeber, Förderer) ist in der Regel ein Mitglied des mittleren Managements und Auftraggeber für einzelne Six-Sigma-Projekte im Unternehmen. Der Champion ist "Macht-Promotor". Er ist häufig auch die Prozesseigner (Process Owner) für den zu verbessernden Prozess. |
| Chi²-Verteilung | Verteilungsmodell, welche zugrunde gelegt wird, wenn Anteile miteinander verglichen werden. |
| Control Plan | Zusammenfassung der Aktivitäten am Ende und nach Abschluss eines Six Sigma Projektes, um den verbesserten Status auf Dauer zu erhalten. (z.B. Verfahrens- und Prozessanweisungen, SPC, …) |
| COPQ | Akronym für: Cost of Poor Quality: Beschreibt die zusätzlichen Kosten, die entstehen, wenn ein Produkt nicht die Kundenanforderungen (Spezifikationen, Lieferzeiten, .) erfüllt: z.B: Nacharbeiten, erhöhte Lagerkosten, zus. Materialverbrauch, Zusatzimport, …. (zu den COPQ zählen nicht die Kosten, die z.B. für die normalen Qualitätskontrollen anfallen.) |
|
Akronym für: Capability of Process; Process Capability; der Wert beschreibt bei einem zentrierten Prozess das Verhältnis von Spezifikationstoleranz zur "Zufallsstreuung" |
|
|
Akronym für: Capability of Process- Critical (Prozessfähigkeit, Prozessfähigkeit mit Offset) |
|
| CRM | Akronym
für: Customer Relationship Management |
| CtQ | Akronym für: Critical-to-Quality-characteristic. Qualitätskriterium, das ein Produkt erfüllen muss, um den Ansprüchen des Kunden zu genügen. (Critical "Y") |
D
E
| Elevators Pitch | Oft auch "Elevator Speech" ist das gut vorbereitete "Verkaufsgespräch" für Ihr Anliegen. Es sollte in 30 sec. das Wesentliche vermittelt werden. |
| EVA-Prinzip | Akronym für: Eingabe, Verarbeitung, Ausgabe (dem Grundschema
der elektronischen Datenverarbeitung) |
| EVOP | Akronym für: Evolutionary Operations - permanente Verbesserung bei laufender Produktion unter Verwendung von DoE-Methoden. |
F
| Fischgräten Diagramm / Fishbone-Diagram | Siehe Ishikawa-Diagramm
|
| FMEA | Akronym für: Fehler-Möglichkeiten Einfluss Analyse |
| FPY / FTY |
Akronym für: First Pass Yield / First Time Yield Der prozentuale Anteil der Produkte oder Dienstleistungen, die beim "ersten Versuch" erfolgreich waren. |
| FTA | Akronym für: Fault-Tree-Analysis - Fehlerbaumanalyse Hier werden potenzielle Störfälle simuliert und versucht, deren Ursachen zu analysieren. Ziel ist es hier eine Aussage über das System bzgl. Zuverlässigkeit, Verfügbarkeit und Sicherheit zu erhalten. Methodisch wird mit Schadeneintrittswahrscheinlichkeiten gerechnet. Die einzelnen Komponenten des Schadenbaumes werden mittels boolescher Operatoren (und, oder, nicht, ...) verknüpft. |
| F-Test | Akronym für: Ein statistischer Test, welcher auf der Fischer-Verteilung beruht. Mit dessen Hilfe kann auf Basis von Stichproben entschieden werden kann, ob sich 2 Populationen bezüglich Ihrer Streuung unterscheiden. Das Risiko einer Fehlentscheidung ist begrenzt. Der F-Test setzt normalverteilte Daten voraus. |
| Funktions-kosten- analyse |
Siehe Wertanalyse |
G
| Gage R&R | Messsystemanalyse "Repeatability & Reproducibility" (Wiederholen und Reproduzieren) |
| Green Belt (GB) |
Ein Projektleiter für Six Sigma Projekte, welcher ca. 2 Wochen in der DMAIC Methodik, der analytischen Problemlösung, geschult wurde. Ein Green Belt arbeitet Teilzeit an Six Sigma Projekten und wendet Six Sigma Techniken in seiner Abteilung an. Er bearbeitet Projekte „kleineren" Umfangs und unterstützt Black Belt Projekte. Green Belts sind typischerweise in der Linienorganisation verwurzelt. |
H
I
| ICRA | Akronym für: Innovate, Configure, Realize, Attenuate. Eine der Vorgehensweisen für "Design for Six Sigma" (DFSS). Die ICRA - Systematik wurde vor allem für "kleine" Unternehmen mit wenig Ressourcen geschaffen. |
| IDDOV | Akronym für: Identify, Define, Design, Optimize, Verify
Eine der Vorgehensweisen im "Design for Six Sigma" (DFSS) |
| IDOV | Akronym für: Identify, Design, Optimize, Verify Eine der Vorgehensweisen für "Design for Six Sigma" (DFSS) |
| Ishikawa-Diagramm | Auch "Fischgräten-", "Fishbone-" oder Ursache-Wirkungs-Diagramm genannt. Es ist strukturiertes Brainstorming-Instrument, das für die Bestimmung von Grundursachen-Hypothesen. Es wurde nach seinem "Entwickler", dem Japaner: Ishikawa Kaoru, benannt. |
K
| Kano-Modell | Die in den 70er Jahren von dem Japaner Noriaki Kano entwickelte Vorgehensweise zur Erfassung und Analyse von Kundenwünschen |
|
Konfidenzintervall - Vertrauensintervall |
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| Kurzzeit-Prozessfähigkeit | Siehe Short Term Capability |
| KVP | Akronym für: Kontinuierlicher VerbesserungsProzess |
L
| Langzeit-Prozessfähigkeit | Siehe Long Term Capability |
| LCL | Akronym für: Lower Control Limit Siehe auch: UEG (Untere Eingriffsgrenze-Grenze) |
| LEAN | Schlank. In dem Sinne, dass bei Prozessen jegliche "Verschwendung" eliminiert wurde. |
| LEAN-Six Sigma | Kombination aus den Verbesserungsansätzen Lean und Six Sigma. Bitte nicht verwechseln mit einem "abgespeckten Six Sigma". |
| LEAN-Six Sigma Master Black Belt | Verantwortlicher für die Lean Six Sigma Aktivitäten im Unternehmen. Er Prüft und berät auch Black Belts. Master Black Belts sind Vollzeit-Positionen. Der Master Black Belt ist "der" Prozesspromotor im Unternehmen. |
| Leveens-Test | Ein statistischer Test, mit dessen Hilfe auf Basis von Stichproben entschieden werden kann, ob sich 2 Populationen bezüglich Ihrer Streuung unterscheiden. Das Risiko einer Fehlentscheidung ist begrenzt. Der Leveens-Test setzt keine normalverteilte Daten voraus. |
| Langzeit-Prozessfähigkeit. Ein im Moment stabiler Prozess unterliegt auf lange Sicht gesehen Schwankungen. Deshalb wird zwischen Kurzzeit- und Langzeit-Prozessfähigkeit unterschieden. |
|
| LSL |
Akronym für: Lower Specification Level Siehe auch: UTG (Untere Toleranz-Grenze) |
M
N
| Normal Verteilung | Eine Häufigkeitsverteilung, welche kontinuierliche (stetige) Daten beschreibt. Die Verteilung ist: symmetrisch und glockenförmig verlaufend. |
O
P
Q
R
| Reorganisation | Neuordnung von Prozessen oder Organisationen. Diese wird immer dann erforderlich, wenn sich das Umfeld geändert hat. (Was natürlich ständig passiert.) |
| RPZ | Akronym für: Risiko-Prioritäts-Zahl (Bewertetes Risiko in einer FMEA). Sie hilft bei der Priorisiereung der Ursachen. Je höher die Zahl ist, desto kritischer ist der potentielle Fehler. Es ist eine Zahl zur Bewertung der einzelnen potenziellen Fehler. Die RPZ ist das Produkt aus Bedeutung x Auftretenswahrscheinlichkeit x Entdeckungswahrscheinlichkeit. |
| RTY | Akronym für: Rolled Throughput Yield. Er beschreibt die Wahrscheinlichkeit, mit welcher ein bestimmter Output eine Reihe von Messpunkten ohne Fehler passiert. Er wird durch die Multiplikation der einzelnen FTY-Werte (First Time Yield) je Prozessschritt ermittelt. Die Kennzahl: RTY kann sowohl für Qualitätsmerkmale als auch für Ausbeute-Betrachtungen gebildet werden. |
S
| Short Term Capability | Kurzzeit-Prozessfähigkeit: Sie beschreibt die Prozessfähigkeit bei Betrachtung eines kurzen Zeitraumes (in der Regel 50 Werte) |
| Sigma [σ] | σ (sprich: sigma) ist ein Buchstaben aus dem griechischem Alphabet. Er beschreibt die Standardabweichung einer Population. Er ist Messgröße für die Streuung einer Population (Grundgesamtheit).
(Bei Normalverteilung: der Abstand des Wendepunktes der Hüllkurve vom Mittelwert) |
| SIPOC | Akronym für: Akronym für: Supplier-> Input-> Process-> Output-> Customer Das SIPOC Diagramm ist die graphische Darstellung eines Prozesses oder Systems (Prozessvisualisierung auf hoher Ebene) |
| Six Sigma Methode / Six Sigma Method |
Ein Qualitätsniveau von Six Sigma ist erreicht, wenn der Prozessmittelwert 6 Standardabweichungen von den Spezifikationsgrenzen entfernt ist. |
| SMART | Akronym für: Specific - Measurable - Achievable - Relevant - Time bounded Spezifisch - Messbar - Angemessen - Relevant - Terminiert |
| SPC Statistical Process Control | Statistische Prozess Regelung oder Kontrolle. Es ist der Einsatz von grundlegenden statistischen und graphischen Methoden zum Messen, Analysieren und Regeln der Abweichung innerhalb eines Prozesses. Die Auswertung erfolgt in so genannten Qualitätsregelkarten. |
| SPR | Statistische Prozess-Regelung (Siehe SPC) |
| Statistische Verteilung | Siehe Häufigkeitsverteilungen |
T
U
| UCL | Akronym für: Upper Control Limit Siehe auch: OEG (Obere Eingriffsgrenze-Grenze) |
| UEG | Untere Eingriffsgrenze-Grenze Siehe auch: LCL (Lower Control Limit) |
| Ursache- Wirkungs-diagramm | Siehe Ishikawa Diagramm |
| USL |
Akronym für: Upper Specification Level |
| UTG | Akronym für: Untere Toleranz-Grenze Siehe auch: LSL (Lower Specification Level) |
V
| Value stream Design / Wertstromdesign | Methode zur Darstellung und Planung von Material- und Informationsströmen über die gesamte Wertschöpfungskette. Hauptfokus dieser Methode liegt auf der Reduzierung der Durchlaufzeit und Vermeidung von nicht wertschöpfenden Arbeiten (Non-Value-Add). |
| Varianz (σ², s²) |
Quadrat der Streuung: Sigma oder σ (σ², s²) |
| Varianzanalyse | Siehe ANOVA |
| Variation |
Unterschiede zwischen Einzelnen Messungen. Die Variation wird nach ihren Ursachen unterschieden. Variation aus gewöhnliche Ursachen (common causes): Mit Hilfe der SPC (Statistical Process Control) lassen sich systematische von zufälligen Prozessschwankung unterscheiden. |
| VoC | Akronym für: Voice Of the Customer Stimme des Kunden, welche die ausgesprochenen und auch die nicht ausgesprochenen Bedürfnisse und Wünsche des Kunden erfasst. |
W
X
| X | Wird häufig für die Bezeichnung von Unabhängigen Variablen benutzt. Sind also die Einflussgrößen bei der Beschreibung eines Prozesses |
Y
| Yellow Belt (YB) |
Mitarbeiter, welche ca. 2 Tage in der Six Sigma Methodik geschult wurde. Er kennt die Philosophie und Vorgehensweise von Six Sigma. Ein Yellow Belt ist Teammitglied in Six Sigma Projekten und unterstützt diese mit seiner Projektarbeit. |
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